Portugal

auf nach Portugal ...

Porto...ist und bleibt unser Lieblingsstadt!

mit dem Drahtesel durch Porto

mit der Tram durch die Stadt

bergauf und bergab durch Porto

wir lassen uns treiben, schlendern und geniessen bergauf und bergab die wunderbare Stadt Porto...

portugiesischer Barbier legt Hand an Stefan an

der längste, lustigste und spannendeste  Friseurbesuch

Afurada, das Dorf gegenüber von Porto

wir schlendern über einen portugiesischen Markt . Einkaufen macht richtig Spass, alles nicht mehr so teuer!

Waschhaus am Ufer des Douros

Sao Pedro Da Afurada, ein kleines Dorf an der Douromündung...fern ab vom Touristenstrom essen wir hier lecker, günstig und traditionell

auf den Spuren des Portwein´s

Churchill`s Port

Taylor`s Port

unser fünfter Tag in Porto

gestern morgen haben wir das erste mal unsrer Laufschuhe aus dem "Keller" gekrammt. Somit hat uns an unserem fünften Tag durch diese wunderbare Stadt ein netter Muskelkater mit begleitet...

 

Livraria Lello e Irmão

verzaubert stöbern wir durch die Bücherwelt... im schönsten Buchladen der Welt.

Aus unsern geplanten drei Tagen wurden fünf. Porto hat uns so gut gefallen, das wir fast hier geblieben wären. Aber die Neugier und die Lust auf wärmere Gefilde waren stärker. Jetzt liegen 160 Seemeilen offener Atlantik vor uns. Der Wetterbericht sagt gutes Segelwetter mit Nord-West Wind 4 bis 5 voraus. Das passt! Los geht´s Richtung Douro Mündung in die steile See. Noch vor der Hafenmole brechen die mächtigen Atlantikwellen mit dumpfen grollen über die meterhohe Steinbarriere. Anne sprintet nach vorn um noch schnell unsere Vorschiffsluke zu schließen. Der erste Brecher überrollt unser Vorschiff, gleich darauf schiebt sich Zanzibar´s Bug steil hinauf auf den nächsten Brecher. Etwas mulmig wird uns, aber die Begeisterung für das Meer und den endlich einmal kräftig wehenden Wind bringt unser Seglerherz zum tanzen. Die Wellen türmen sich auf drei Meter auf. Das ist wie Achterbahnfahren! Zanzibar legt sich gemächlich auf die Seite und wir rauschen mit 7 bis 8 Knoten Richtung Lissabon.  Nach der Hälfte der Strecke flaut der Wind ab. Das ist gar nicht schön, den die großen Wellen bleiben uns noch viele Stunden erhalten. Plötzlich drückt uns eine Welle zur Seite und unser Vorsegel steht back, d.h. es steht auf der Seite wo der Wind her kommt. Um das Schiff schnell wieder auf den richtigen Kurs zu bringen, starten wir den Motor. Doch aus ein leises Klick ist nichts zu hören. Zum Glück sind wir über 10 Meilen weit vom Land entfernt. Ich versuche es immer wieder bis er sich endlich überreden lässt, seinen Dienst zu tuen. Aus Sorge, das er uns im nächsten entscheidenden Moment endgültig verlässt, Motoren wir durch die Nacht. Anne ist das erste mal seekrank. Die großen Atlantikwellen haben ihrem Bauch nicht wirklich gut getan, so dass sie sich lieber in die Waagerechte begeben hat. Ich halte die Stellung am Steuer bis morgens um halb vier. In der Hand unsere stärkste Taschenlampe leuchte ich unentwegt über den Bug nach vorn in Sorge, doch noch über eines der gefühlt alle 100 Meter aufgestellten Fischerfähnchen zu fahren. Das wäre dann ganz unglücklich, denn an den Fähnchen ist ein langes Seil welches bis zum Grund reicht und an dessen Ende ein Lobsterfangkorb gebunden ist. Und dieses Seil in unserem Propeller zu haben, lässt mich hellwach bleiben. Viele Segler meiden deshalb die Nacht in portugiesischen Gewässern, weil sie durch irgendwelche Internetforen und Küstentratsch glauben zu wissen das an den Fähnchen sogar kurz unter der Wasseroberfläche hängende Netze gebunden sind. Durch meine damalige Zeit in Portugal und Gesprächen mit Fischern weiss ich, das hier nur ein langes Seil senkrecht nach unten hängt. Wenn man nun aber direkt darauf fährt, hat man das öfter mal im Propeller und das darf auf keinen Fall passieren.

Endlich-es wird hell und Anne´s Lebensgeister sind erwacht und meine wollen schlafen. 

7:23 Uhr. Die Sonne geht über dem westlichsten Punkt des europäischen Festlandes auf. Der Himmel über dem Cabo da Rocca verfärbt sich blutorange. Gespannt und voller Erwartung schauen wir dem Sonnenaufgang entgegen. Jetzt ein erster kleiner heller Punkt inmitten des kräftigen Orange. Nach nur ein paar Minuten ist sie da und lässt uns im milden orangen Licht erhellen. Die Nacht ist vergessen und der Tag ist unser Freund. Wir hören den alten Donovan Song „Colours“ . „Yellow is the Colour of my true loves hair, in the morning, when we rise, when we rise, oh that´s the time, I love the best…“ 

 

 

Jetzt noch ein paar Meilen um das Cabo Rosa und dann Kurs auf Lissabon in die Tejo Mündung. Cascais, der Ausgangshafen für viele Weltumsegler nach Westen, lassen wir an backbord liegen und entscheiden uns für einen kleineren Hafen dichter an der Stadt. Vor uns taucht in der Morgensonne die Silhouette von Lissabon mit der „Golden Gate Bridge von Europa“ auf. Nur hier heißt sie „Ponte 25.April“ , benannt nach der Nelkenrevulotion 1974, und überspannt noch über 100 Meter mehr als ihr Vorbild in San Francisco. an backbord kommt die schmale Einfahrt der Marina Oeiras in Sicht. Vorsichtig stecken wir unsere „Nase“ in den engen vollen Hafen, Ok, das bekommen wir wohl hin. Mutig und mittlerweile oft geübt drehen wir Zanzibar im Hafenbecken auf dem Teller um und tuckern rückwärts in die einzige freie Box. Alles klappt mittlerweile ohne Worte nur mit ein paar Handzeichen. Stolz auf uns schlagen wir uns in die Hände und freuen uns auf neue spannende Tage in Portugals Hauptstadt. „Hey, wir haben es geschafft! Wir sind bis nach Lissabon gesegelt. Unglaublich!“ rufen wir uns fast im Chor zu.

auf dem Weg nach Lissabon...

Lissabon

Sintra

Castelo Mouros

Cabo da Roca

der westlichste Punkt des Festlands des europäischen Kontinents

Kurs Süd zur Algarve

Wir segeln weiter von Oeiras (Lissabon) nach Sines und von Sines geht es dann an der portugiesischen Küste entlang zum Cabo de Sao Vicente. Traumhaftes Segelwetter! Delfine an steuerbord und springende Tunfische. Morgens früh um sieben geht unser Anker auf und wir verlassen nach einer schauckeligen Ankernacht die kleine halbrunde Ankerbucht von Sines. Jetzt gibt es mal diesen Containerschiffe und Supertanker fast zum Anfassen. Wir segeln mitten durch ein großes Ankerfeld ein paar Meilen draußen vor der Küste. Das weckt unsere Neugier. Von einem interessanten Ozeanriesen zum nächsten. Bis auf 100 Meter trauen wir uns an die mächtigen Stahlkolosse heran. Und da! der kommt aus Deutschland. Ein 300 Meter langer MSC Containerriese aus Hamburg. Anscheinend gibt es doch noch Schiffe, die nicht aus Deutschland ausgeflaggt wurden. 

Sagres

Ein echtes portugiesisches "Sagres" trinkt man am besten am Cabo de Sagres auf dem Weg zur Algarve. Gleich dahinter ist es schön geschützt vor der Atlantik Dünung und dem andauerndem Nordwind. In der Bucht von Sarges gleich vorm Fischereihafen fällt unser Anker auf 7 Meter Tiefe. Einige bekannte Gesichter sind auch schon da. Petra, Nina und Marcel von der Arethusa kommen für einen Sundowner mit ihrem Dingi vorbei. Eingekuschelt in Decken und Pullis erzählen wir uns gemeinsam unser frisch gestricktes Seemannsgarn. 

Algarve

anniversary

Stefan fühlt sich wie in alten Zeiten! Zurück an der Nähmaschine...

Landgang für Zanzibar

Nach sieben Monaten hiess es heute auch mal für unsere Zanzibar Landtag. Wir haben die Gelegenheit genutzt um unter ihren dicken Wahlbauch zu schauen:)

Propeller Check

Seeventile Check

Zinkanoden Ckeck

große "Wiedersehensfreude" an der Algarve

"Zanzibar" trifft nach vielen Wochen die  "Lady Sunshine" und "Herr Nilsson" an der Algarve wieder

Ausflug mit "little Zanzibar" und "Lady Sunshine-Family"

Moritz Geburtstag auf der "Zanzibar"


Es ist mittlerweile Ende Oktober geworden. Seit 37 Tagen liegen wir an der Algarve. Sagres, Albufeira, Portimao, Lagos. Dazwischen eine Woche Deutschland im Herbst. Zurück mit dem Auto von Segelfreunden. Bis unter das Dach voll beladen mit allem was zwei Segelschiffe so brauchen: ein neues, für das Auto viel zu langes Beiboot für das befreundete Segelboot, zwei Stromgeneratoren, jede Menge leckere Dinge, die man "nur in der Heimat bekommt". 35 Stunden non stop nach Albufeira. Alte Erinnerungen wurden wach, an die Zeit als ich und später Anne und ich gemeinsam diese Strecke oft gefahren sind. Ein wenig übermüdet und sehr froh, endlich zurück in unserer neuen Welt zu sein, wurde schnell die ganze Last aus dem Auto auf beide Schiffe verteilt. Außer ein paar kleine Klebeband Reste auf dem schicken Lack hat der Lancia Voyager die Tortour gut überstanden. Ihren Ärger darüber konnte die an Bord gebliebene meckernde Co- Skipperin nicht zurückhalten und so trennten sich dann die Wege einer intensiven Segelfreundschaft auf nicht so schöne Weise. Der Klebestreifen geht, ihr Frust über die Dinge die ihr in ihrem Leben widerfahren bleibt und die Kopernik bleibt auch. Wir segeln davon....und freuen uns auf alles neue spannende was vor uns liegt.
Alte Seglerfreunde gehen, alte Seglerfreunde tauchen plötzlich wieder auf und viele herzliche tolle neue Crews aus aller Welt kreuzen unsere Kurse.
Wir lieben die Algarve und freuen uns über so viele freundliche Portugiesen, über unsere lieblings Kuchen "pastel de nata", über den sturzbachartigen Regen, der in kürzester Zeit den ganzen Staub des heißesten portugisischen Sommers seit Menschengedenken dahin spült, über gigantische Wellen an der Westküste und wir freuen uns über die am Morgenhorizont vor Lagos aufkreuzende "Lady Sunshine". Mit unserer kleinen Gummi Zanzibar sausen wir ihr entgegen und und durften uns an Bord gleich willkommen fühlen. Ein "Sunshine" nach dem anderen tauchte halb verschlafen aus dem runden Bauch des Schiffes auf. Ben, Steffi, Yarvik und der kleine, mit guter Muttermilch gefüllte "Speckbuddha" Junus füllen die Plicht mit quirligem Leben. Kaffee, Kekse, Frühstück, dazwischen ein bisschen angeln. Ein Bier vor Vier, viele spannende Geschichten der vergangenen Wochen seit unserem letzen Treffen in La Coruña Spanien). Und in all dem lauten lustigen Treiben taucht plötzlich noch ein fünfter „Sunshine“ auf. Geblendet von der Sonne, mit verkniffenen Augen luckt Moritz aus dem Niedergang nach nur ein, zwei Stunden Schlaf hervor. Ben's Bruder Moritz segelt eine Woche auf der „Lady Sunshine“ von Lissabon nach Lagos und hat drei Wünsche für die Reise mit im Gepäck: einmal durch die Nacht segeln, einmal in der Sonne vor Anker liegen und einen schönen leckeren Fisch fangen. Den dritten Wunsch versuchen wir im gleich zu erfüllen. Mit Zwei Angeln bewaffnet steigen wir in die kleine Gummi Zanzibar und tuckern eine Meile raus. Es wimmelt unter uns von Fischen. Wir können sie rund um uns herum in Schwärmen sehen. Gleich raus mit der Angel und Wunsch drei ging in Erfüllung. Drei leckere Makrelen und ein Petermännchen ergeben ein leckeres gemeinsames Abendessen zu Moritz Geburtstag auf Zanzibar. Und auch unsere lieben Freunde Katrin und Markus von der "Herr Nilsson" sind nur wenige Stunden nach "Lady Sunshine" in Lagos angekommen. Gemeinsam fühlen wir uns alle wie in einer großen Familie; geborgen im sicheren Hafen, angekommen mit Freunden, glücklich einfach gemeinsam hier zu sein, Vertrauen und Herzlichkeit, Bedingungslosigkeit.

 

Am nächsten Tag verabschieden wir uns von Moritz. Uns wird es schwer um's Herz. Es ist, als würden wir uns schon lange kennen. Eine letze Umarmung, ein letztes Winken aus dem Autofenster. Und der liebe Moritz fliegt mit der nächsten Maschine davon. Die Erinnerung an wunderbare Stunden bleiben. " Man muss sich die Dinge nur ganz fest wünschen, immer wieder, dann werden sie schon bald war!" schreiben wir in die Muschel die wir ihm gestern zum Geburtstag schenken. Wir wünschen uns sehr, ihn irgendwann einmal wieder zu sehen....

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Kommentare: 2
  • #1

    Rita (Samstag, 10 September 2016 14:18)

    Echt wunderschön dort, das muss man wohl mal im Leben gesehen haben! LG

  • #2

    Mareen (Sonntag, 18 September 2016 20:48)

    Wow, das ist unglaublich beeindruckend und ihr zwei seht so glücklich und zufrieden aus... Seufz... Ach ick freu mir für Euch...
    Allerliebste Grüße mit Drücker aus good old Germany :-D @):-